Die Teppichrutscherzeit der Dahlheimer Rennbahnfreunde reicht zurück bis in das Jahr 1990. In eben diesem Jahr hielt der Slotcarvirus, der bei Alex und Dirk schon immer latent schwelte, endgültig Einzug. Bemerkenswert dabei ist jedoch, dass man die beschriebenen Krankheitserreger nicht auf klassischen Carrerabahnen bekämpfte, sondern eher in Deutschland unbedeutende Produkte von Scalextric und Gama zur Therapie nutzte. In der Folgezeit wuchs die Größe der Humburgschen Scalextricbahn beachtlich und auch der Kreis derer, die hier einfach mal so zum Spaß ihr Unwesen trieben und sich damit unweigerlich dem gleichen Infektionspotential aussetzten. Bereits im Jahr 1992 konnte somit eine 8spurige Bahn aufgebaut werden, wobei dafür auch schon einmal das elterliche Wohnzimmer während des Urlaubs weichen musste.

Der feste Bahnaufbau im Verlauf des Jahres 1998 und die Installierung einer computergestützten Zeitnahme gestattete einen kontinuierlichen Rennbetrieb mit Beginn der Saison 1999, wobei die Terminbegrenzung auf ca. 5 Rennwochenenden von Beginn an beibehalten wurde, um den Reiz des Besonderen auch weiterhin zu erhalten.
Seither wurden und werden jährliche Titel in verschiedenen Kategorien vergeben: Tourenwagenmeister, Sportwagenmeister und Endurancemeister. Auch wenn die verwendeten Fahrzeuge im Laufe der Jahre wechselten, so blieb doch der Veranstaltungsrhythmus im Wesentlichen erhalten. Seit 2001 wird das letzte Jahresrennen wieder mit Formel-1-Fahrzeugen bestritten; der Sieger des Grand Prix de Miniature stellt damit eine Reminiszenz an die gute alte Zeit der frühen 90er dar; schließlich hatte einst mit eben diesen Modellen alles begonnen.
Titelträger der Dahlheimer Rennbahnfreunde
| Jahr |
Tourenwagen/GT-Meister |
Sportwagenmeister |
Endurancemeister |
Sieger GP de. Mini. |
| 1999 |
Karsten Liese |
Dirk Witzel |
A. Humburg / F. Rinke |
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| 2000 |
Michael Schade |
Alexander Humburg |
U. Heere / M. Hopf |
---------------------- |
| 2001 |
Dirk Witzel |
Dirk Witzel |
U. Hain / M. Schade |
Stefan Halfar |
| 2002 |
Alexander Humburg |
Uwe Hain |
A. Humburg / W. Tögel |
Alexander Humburg |
| 2003 |
Dirk Witzel |
Matthias Hopf |
U. Heere / M. Hopf |
Dirk Witzel |
| 2004 |
Matthias Hopf |
Matthias Hopf |
U. Hain / M. Schade |
Matthias Hopf |
| 2005 |
Dirk Witzel |
Sascha Rüppel |
S. Rüppel / W. Tögel |
Alexander Humburg |
| 2006 |
Werner Tögel |
Ulrich Heere |
S. Rüppel / W. Tögel |
Werner Tögel |
| 2007 |
Alexander Humburg |
Matthias Hopf |
U. Hain / M. Schade |
Matthias Hopf |
| 2008 |
Sabrina Brand |
Matthias Hopf |
S. Rüppel / W. Tögel |
Werner Tögel |
| 2009 |
Michael Schade
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Dirk Witzel |
S. Rüppel / W. Tögel |
Werner Tögel |
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Auch wenn die Dahlheimer Truppe alles andere als professionellen Rennbahnsport betreibt, so hat sie bereits frühzeitig die Herausforderungen in der Ferne gesucht. Unvergessen für Dirk, Alex und Michael waren in den Jahren 1993/94 die einmaligen Besuche am Racetrack Hausen und Renncenter Walldorf in Südhessen. Hier musste man erstmals zur Kenntnis nehmen, wie unerreichbar hoch die Trauben des Rennerfolgs hingen – trotzdem war der Spaß des eigenen Fahrens und des stillen Bewunderns immens.
Vor dem Hintergrund dieser Ernüchterungen ging man 1998 völlig anspruchslos in das erste 24 Stundenrennen von Meineringhausen – gegen vermeintlich deutlich professionellere und begabtere Konkurrenz. Es kam, wie es vielleicht kommen musste. Völlig überraschend setzte man sich am Ende an die Spitze und sicherte sich ein Meister-der-Herzen-Gefühl, das von den gleichen sportlichen Erfolgen auch in den drei nachfolgenden Auflagen begleitet wurde.
Gleichzeitig besuchte man auch die verschiedenen Rennen zur Fly-Classic-Serie im Waldecker Raum. Carsten und Sascha, Thomas, Martin, Micha, Werner und Alex nahmen an diesen Rennen im Verlauf der Jahre teil, wobei letzterer auch einen Meistertitel für die Truppe aus Südniedersachsen einfahren konnte.
Das Jahr 2006 brachte die Teilnahme bei den 24 Stunden von Gießen. Hier kreuzte man im Grunde zum zweiten Mal – nach 1993/94 – die Klingen mit den ganz Großen. Natürlich gelang der Sprung nach vorn nicht – der Abstand indes, fiel längst nicht mehr so gewaltig wie in der Vergangenheit aus. Am Ende stand Platz 4 und die erfreuliche Erkenntnis zu Buche, die Arrivierten doch zumindest richtig ärgern zu können, obwohl die eigene technische Vorbereitung gravierende Schwächen zeigte.
Die drei zurückliegenden Jahre sahen darüber hinaus die gemeinsame Rennausrichtung einer Meisterschaft mit den anderen Renngruppen in der Kasseler Region. Drei zweite Teamgesamtwertungsplätze sprangen dabei für die Dahlheimer Rennbahnfreunde ebenso heraus, wie die bittere Erkenntnis, im Wettstreit um die besten Fahrzeuge letztlich chancenlos zu sein. Reifenschleiforgien werden wohl nie das Metier spaßorientierter Gelegenheitshobbyisten werden – trotzdem hat es viel Spaß gemacht.